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Wetterdienst zieht Bilanz
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Der Sommer 2011 war unbeständig, trüb - und deutschlandweit zu nass. Zu diesem Ergebnis kommt der Deutsche Wetterdienst (DWD), der eine vorzeitige Bilanz gezogen hat. Die Durchschnittstemperatur habe 16,8 Grad Celsius betragen. Sie lag damit ein halbes Grad über dem langjährigen Mittel. Somit habe es sich um den 15. zu warmen Sommer in Folge gehandelt. Am heißesten war es in Rheinfelden im äußersten Südwesten am 22. August mit 36,7 Grad - es war der Beginn einer Hitzewelle, die mit heftigen Unwettern und einem Temperatursturz um mehr als zehn Grad nach fünf Tagen zu Ende ging. Die Temperaturabweichung sei wegen des kühlen Julis bei weitem nicht so stark ausgefallen wie in früheren Jahren - so sei etwa der Super-Sommer 2003 um 3,4 Grad zu warm gewesen. Der Juli war ein Regen-Monat und der erste Monat in diesem Jahr, der zu kühl ausfiel. "Das Auf und Ab ist normal für den mitteleuropäischen Sommer", sagte DWD-Klimatologe Gerhard Müller-Westermeier.
Ungewöhnlich am Sommer 2011 sei, dass diesmal der Norden mehr Regen abbekommen habe als der Süden. Sonst sei das umgekehrt. Bundesweit fiel in den drei Sommermonaten mit 304 Litern je Quadratmeter fast ein Drittel mehr Regen als im langjährigen Mittel (239 Liter) üblich. Historisch viel Regen im OstenVor allem an Messstationen in Mecklenburg-Vorpommern und in Brandenburg wurden laut DWD sogar historische Regen-Höchststände verzeichnet. In Rostock-Warnemünde etwa kamen während des Sommers 632 Liter je Quadratmeter zusammen - das ist mehr Regen, als dort sonst im ganzen Jahr fällt. Häufige Wolken trübten auch die Sonnenscheinbilanz. Im Sommer 2011 zählten die Meteorologen in Deutschland durchschnittlich 548 Stunden Sonnenschein, das waren neun Prozent weniger als im langjährigen Mittel (604 Stunden) üblich. Quelle: stadt-merseburg.info |
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